Juno

Rasse

TWH (ohne Papiere)

 

Rufname

Juno

 

Geschlecht

Rüde, intakt

 

Wurfdatum

11.09.2025

 

Geburtsland

Rumänien

 

Chipnummer

bekannt

 

Geimpft

ja, fällig 01.05.2027

 

Eltern (Mutter x Vater):

nicht bekannt

 

Standort

Kreistierheim Böblingen

Böblingen, Ba-Wü (LK: Böblingen, DE)

 

Abgabegrund

Überforderung der ehemaligen Besitzer

 

Bekannte Probleme

• hat noch eine geringe Frustrationstoleranz. In aufregenden und / oder herausfordernden Situationen kann es durch Frust zu Überforderung und zu Übersprungshandlungen, wie leichtes beißen in die Arme kommen.

• Es fällt ihm noch schwer, vor allem drinnen, zur Ruhe zu kommen. Bei Langeweile kommt er noch auf dumme Ideen und knabbert auch gerne mal einiges an. Beim Versuch ihn davon abzuhalten, wird er auch noch schnell frustig und versucht dies über beißen zu kompensieren.

• Ob er alleine bleiben kann ist nicht bekannt, da es aber ein typisches Problem in der Rasse ist, sollte man sich darauf einstellen, daß er wahrscheinlich nicht alleine bleiben kann.

• Es zeigt sich eine beginnende jagdliche Motivation.

• Bei längeren Autofahrten wird ihm schlecht, er speichelt und muss sich übergeben, was auf eine Kinetose (Reisekrankheit beim Hund) hindeutet, dies gibt sich meist im ersten Lebensjahr wieder.

 

Nachricht

TWH-Rüde Juno, geb. 11.09.2025, ist wegen Überforderung der ehemaligen Besitzer aktuell im Kreistierheim Böblingen und auf der Suche nach einem geeigneten, neuen Zuhause am besten bei Menschen mit Wolfhundeerfahrung. Er wird nicht in Familien mit kleinen Kindern vermittelt, wenn Kinder, dann nur wenn diese schon größer, standfest und vernünftig sind, mindestens ab Teenageralter. Gerne mit einem schon vorhandenen, souveränen Hund, am besten eine Hündin. Katzen und andere (Klein-)Tiere dürfen auch nicht in der Familie leben, da Juno eine schon beginnende, jagdliche Motivation zeigt.

 

Juno wurde von seinen ehemaligen Besitzern am 13.04.2026, mit 7 Monaten bei uns im Tierheim abgegeben, weil sie mit seinem rassetypischen Junghundeverhalten überfordert waren. Er hat noch eine geringe Frustrationstoleranz und bei Aufregung, in aufregenden und / oder herausfordernden Situationen, kann es bei Juno noch schnell zu einer Überforderung kommen, wodurch Frust entsteht, den er noch nicht gelernt hat gut auszuhalten. Dadurch kann es zu typischen Übersprungshandlungen, wie leichtes beißen in die Arme kommen. Bei unpassender Reaktion seitens der Menschen auf dieses Verhalten, kann das Beißen auch etwas heftiger werden. Hier muss man selbst ruhig und entspannt bleiben, dann lässt er sich relativ schnell wieder runterregulieren. Manchmal testet er hier, insbesondere bei für ihn noch neuen Menschen seine Grenzen aus. Bisher ist dies jedoch noch typisches Junghundeverhalten, an dem einfach noch zu wenig gearbeitet wurde, allerdings unbedingt noch konsequent, aber liebevoll und fair, ohne Druck gearbeiten werden muss, um Junos Frustrationstoleranz zu erhöhen und auch für ihn den aufregenden und stressigen Alltag so angenehm wie möglich zu machen.

 

Anfangs als Juno zu uns kam, fiel es ihm in allen Situationen sehr schwer zur Ruhe zu kommen. Draußen hat sich dies schon deutlich gebessert, drinnen im Haus bei seiner Gassigeherin, fällt ihm das zur Ruhe kommen jedoch nach wie vor sehr schwer. Wenn ihm langweilig wird, sucht er sich oft selbst eine Beschäftigung und kommt dabei gerne noch auf dumme Ideen. Dies kann z.B. das Einsammeln von Gegenständen auf Tischen und Kommoden sein oder auch das Anknabbern von Möbeln oder anderen Dingen. Beim Versuch ihn davon abzuhalten, wird er auch hier oft noch schnell frustig und versucht dies dann, in der vorher schon erwähnten Übersprungshandlung in die Arme beißen zu kompensieren. Auch hier sollte man ruhig und entspannt bleiben, dann lässt sich Juno auch in diesen Situationen schnell beruhigen und runterregulieren. Man sieht auch hier deutlich, dass unbedingt noch an der Frustrationstoleranz gearbeitet werden muss.

 

Aufgrund seiner noch geringen Frustrationstoleranz, trägt Juno in Gegenwart von Menschen öfter einen Maulkorb, einfach zur Sicherheit. Er kennt den Maulkorb, dieser wurde positiv aufgebaut, akzeptiert und trägt ihn problemlos. Durch den Maulkorb können die Menschen entspannt und ruhig bleiben, was in Folge unter anderem auch bewirkt, dass Juno in aufregenden Situationen entspannter ist bzw. schneller wieder runterfährt. Außerdem zeigt er dann das zuvor erwähnte, unerwünschte Verhalten gegenüber seinen Bezugspersonen gar nicht und bei fremden Menschen deutlich reduzierter. Auch hier kann man wieder gut sehen, wie intelligent er ist. Die Hunde können gut unterscheiden, dass manches mit Maulkorb nicht möglich ist, gleichzeitig aber auch lernen, dass manches auch gar nicht nötig ist. Der Maulkorb ist hier nicht nur eine Absicherung, sondern auch ein gutes Trainingshilfsmittel.

 

Juno ist allgemein aber ein freundlicher und menschenbezogener Rüde, der die Nähe zu seinen Bezugspersonen genießt und gerne gemeinsam mit ihnen durchs Leben geht. Er zeigt sich offen, aufmerksam und ist mit Freude bei allen Aktivitäten dabei. Da er aber auch sehr überschwänglich und ungestüm und aufgrund der Pubertät und der noch zu niedrigen Frustrationstoleranz auch oft noch sehr rüpelig ist, wird er nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt. Wenn eine Familie mit Kindern in Frage kommen kann, dann müssen diese schon größer, standfest und vernünftig sein, also mindestens im Teenageralter.

 

Bisher ist Juno mit den meisten Artgenossen draußen noch verträglich und zeigt sich ihnen gegenüber interessiert und freundlich. Daher kann er gerne zu einem schon vorhandenen, souveränen Hund an dem er sich im Alltag auch orientieren kann. Im Moment wäre es noch nicht relevant, ob im neuen Zuhause eine Hündin oder ein Rüde lebt, da aber im erwachsenen Alter oft eine Artgenossen Unverträglichkeit - bei Rüden oft bei gleichgeschlechtlichen Artgenossen - auch in der eigenen sozialen Hundegemeinschaft auftreten kann, wäre eine schon vorhandene, souveräne Hündin besser, um eventuellen späteren Konflikten vorzubeugen.

 

In den vergangenen Wochen hat Juno angefangen, eine jagdliche Motivation zu zeigen. Aktuell ist diese noch mäßig ausgeprägt, aber er ist auch noch nicht erwachsen, sondern mitten in der Pubertät. Sein Charakter und seine Interessen sind daher noch lange nicht gefestigt, dies wird noch einige Zeit dauern. Rassetypisch ist aber eine doch ausgeprägtere Jagdmotivation im erwachsenen Alter nicht auszuschließen, eher sogar wahrscheinlich. Deshalb wird er auch nicht in eine Familie mit Katzen und / oder (Klein-)Tieren vermittelt.

 

Wahrscheinlich kann Juno nicht allein bleiben, es ist nicht bekannt und im Tierheim kann man es nicht wirklich testen. Er muss hier natürlich immer viel Zeit allein im Zwinger verbringen, was ihn aber schon stresst und er macht dann oft seine Bettchen, sein Spielzeug und andere Dinge kaputt. Man kann und sollte versuchen, langsam und kleinschrittig am alleine bleiben zu arbeiten, sollte aber auch unbedingt im Hinterkopf behalten, dass es vielleicht niemals klappen wird. Dies wäre nicht ungewöhnlich, da das "nicht alleine bleiben können" ein großes Problem in der Rasse ist, darüber sollte man sich grundsätzlich im Klaren sein und es nicht unterschätzen, sondern mehrere Optionen zur Verfügung haben, wenn es nicht klappt, um Juno dann unnötigen Stress zu ersparen und er nicht alleine bleiben muss.

 

Er kennt es im Auto mitzufahren, auf kurzen Strecken, wenn es nur um ein paar Minuten geht, hat er auch keine Probleme damit. Bei längeren Strecken wird ihm allerdings schlecht und er muss sich übergeben. Er hat wohl eine Kinetose oder auch Motion Sickness genannt, eine sogenannte Reisekrankheit beim Hund (meist verschwindet dies nach dem ersten Lebensjahr). Man merkt ihm die Übelkeit auch deutlich an, da er anfängt zu speicheln. Inzwischen ist er zwischendurch, soweit es ihm schon möglich ist, entspannt und schläft / chillt auch mal etwas während der Fahrt. Eine Box kennt er noch nicht, im Auto ist er im Kofferraum untergebracht und durch ein Heckgitter gesichert. Ob er eventuell im Auto alleine bleiben kann, dass können wir nicht sagen, denn wir konnten es noch nicht testen und aktuell bei den derzeitigen Temperaturen ist ein Training auch nicht möglich.

 

Wie zuvor erwähnt, hat Juno eine Box noch nicht kennengelernt, diese sollte man kleinschrittig und positiv aufbauen, denn eine Box kann immer mal nützlich sein, z.B. als Rückzugsort etc. Einen Zwinger kennt er zwangsläufig durch das Leben im Tierheim, aber er wird nicht in Zwingerhaltung abgegeben.

 

Juno kennt und beherrscht schon die Basics und läuft gut an der Leine. Fahrradfahrern und Joggern, sowie Pferden und bis jetzt auch noch anderen Hunden, begegnet er gelassen und entspannt. Auch beim Tierarzt zeigt er sich unter Anleitung entspannt und kooperativ. Er ist allgemein sehr lernwillig, arbeitet gerne und motiviert mit seinen Menschen. Typisch TWH ist er clever, lernt sehr schnell und dazu gehören auch ein paar typische Talente wie z.B. Türen öffnen, was er auch schon gut beherrscht. Hier sollte man nun darauf achten, dass er nicht auch noch lernt, was aber rassetypisch wäre, bei verschlossenen Türen, den Schlüssel im Schloss umzudrehen oder immer dran denken, den Schlüssel nicht im Schloss stecken zu lassen.

 

Aufgrund vom Stress hier im Tierheim, neigt Juno zu stressbedingten Durchfall, erfahrungsgemäß erledigt sich dieses Thema aber meist recht schnell in der ruhigen Umgebung eines neuen Zuhauses. Ansonsten sind keine gesundheitlichen Probleme bekannt.

 

Selbstverständlich bringt Juno auch seinen EU-Heimtierausweis mit in sein neues Zuhause.

 

Bei Interesse und für mehr Infos bitte direkt mit dem Kreistierheim Böblingen, zuständige Ansprechpartnerin Christina Wahl, per [email protected] (unter Angabe der Telefonnummer und Erreichbarkeit, sowie im Betreff: Interesse an TWH-Rüde Juno angeben), in Verbindung setzen oder im Idealfall, direkt über unsere Homepage, mit ausgefüllter Selbstauskunft ( zu finden unter diesem Link: https://we.tl/t-p0B2JSnheGkALegM ).

 

Ihr findet den Beitrag, mit ein paar Fotos, auch auf unserer Facebook Seite unter...

 

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Betreut von Conny G.