Rasse
TWH/Husky-Mix
Name
Akela
Geschlecht
Rüde, intakt
Wurfdatum
09.09.2021
Geburtsland
Deutschland
Chipnummer
ungechipt
Geimpft
Nein (Grundimmunisierung vorhanden)
Eltern (Mutter x Vater):
Ahyokas "Werzelya II z Peronówki" x Vater: Husky
Standort:
Potsdam, BL Brandenburg
Abgabegrund:
Zeitmangel und Überforderung des Besitzerin
Bekannte Probleme:
Kann nicht bzw. nur bedingt alleine bleiben, hat Stress dabei und heult. Ist jagdlich stark motiviert.
Nachricht:
TWH/Husky-Mix-Rüde Akela, geb. 09.09.2021, ist wegen Zeitmangel und Überforderung des Besitzers auf der Suche nach einem geeigneten, neuen Zuhause bei Menschen mit Wolfhundeerfahrung und/oder Erfahrung mit Huskys. Gerne kann er in eine Familie mit Kindern und von Vorteil wäre eine schon vorhandene, souveräne Hündin ähnlicher Rasse und Größe, aber kein Rüde. Andere (Klein-)Tiere sollten auch nicht in der Familie leben, da Akela jagdlich sehr stark motiviert ist.
Akela kam mit 7 Monaten zu mir. Er lebt hier mit mir in einem ländlichen Bereich, in einem Haus mit Garten. Aus Zeitmangel und aufgrund eines Unfalls vor ein paar Jahren, kann ich Akela nicht mehr so viel Bewegung und Auslastung bieten, wie es seinen Bedürfnissen entspricht. Bisher lebte ich jedoch nicht alleine, so dass dies kein Problem war. Nach und nach sind Familienmitglieder ausgezogen und seit Anfang des Jahres lebe ich nun allein und fühle mich mit der Gesamtsituation zunehmend überfordert, gerade weil Akela auch nicht wirklich alleine bleiben kann und ich dadurch oft auch meine Arbeit vernachlässigen muss.
Seit ich allein mit ihm bin kommt es mir immer öfter so vor, als ob Akela durch Unterforderung über den Tag an Langeweile leidet und sich einsam fühlt. Er wirkt auf mich dann als wäre er deprimiert, obwohl ich versuche, mich regelmäßig mit ihm zu beschäftigen und ihm auch Kraul- und Kuschelzeiten anbiete. Ich liebe Akela sehr und dieser Schritt fällt mir nicht leicht, aber ich kann Akela nicht mehr gerecht werden. Er braucht mehr, eine Familie, am besten mit mehreren Menschen, dass liebt er sehr. Deshalb suche ich für ihn ein geeignetes Zuhause bei Menschen mit Wolfhundeerfahrung und / oder Erfahrung mit Huskys, die Akela in ihre Familie integrieren, ihn weiterhin mit liebevoller Konsequenz erziehen und ihn sowohl körperlich, als auch kognitiv nach seinen Bedürfnissen auslasten. Sie sollten möglichst auch eher ländlich oder in einem ruhigen Ort, am besten in einem Haus mit Garten oder Grundstück leben.
Akela ist allgemein ein sehr friedliches und freundliches Wesen. Menschen die ihm vertraut sind, können mit Akela alles machen. Von Kuscheln und Kraulen kann er nie genug bekommen und er lässt auch jede körperliche Berührung ohne Probleme zu.
Er ist allem gegenüber sehr neugierig, aber nicht übergriffig. Fremden Menschen begegnet er hingegen grundsätzlich erstmal mit großer Unsicherheit oder auch Scheu, was sich legt, wenn man ihm Zeitgibt und ihn nicht bedrängt. Wenn uns aber hier auf den überwiegend ländlichen Wegen mehr als zwei Menschen entgegen kommen, kann dies schon mal den Fluchtreflex bei ihm auslösen. Es ist dadurch bisher nur bedingt möglich, z.B. mit ihm an belebten Straßen zu gehen.
Akela ist sehr feinfühlig und erfasst sehr schnell die „Schwingungen“ des menschlichen Gegenübers. Dementsprechend geht er entweder schneller und neugieriger auf neue Menschen zu oder bleibt auf Distanz. Mit Frauen geht er schneller in Kontakt und sobald er sie in der sozialen Gemeinschaft einordnen kann, respektiert er sie auch als oberste Instanz.
Mit Kindern und Jugendlichen, sowie mit sehr ängstlichen Personen, ist er äußerst emphatisch und vorsichtig, aber seiner Natur entsprechend auch stürmisch. Allgemein nähert er sich Kindern schneller, weniger zurückhaltend / scheu und reagiert recht schnell entspannt auf deren Annäherung und Berührungen. Er ist die ersten sechs Monate mit einem vierjährigen Mädchen aufgewachsen, die ihn beliebig umarmen, drücken und kuscheln konnte. Mädchen im Teenager-Alter findet er anscheinend sehr anziehend. Es kommt gelegentlich vor, dass er beim Spazieren recht forsch auf sie zugeht, um sie zu beschnüffeln. Daher können gerne Kinder in der Familie leben, vielleicht nicht unbedingt Kleinkinder, sondern besser Kinder die schon größer und standfest sind, wegen seiner stürmischen Art.
Zunächst begegnet er anderen Hunden neugierig, mit Hündinnen gibt es keine Probleme, mit den meisten fremden Rüden funktioniert es nicht mehr und er reagiert ihnen gegenüber, beim geringsten Zeichen von Aggression sofort sehr offensiv. Hunde mit kurzen Schauzen bzw, Plattnasen (z.B. Bulldoggen o.ä,) mag er grundsätzlich nicht, wahrscheinlich weil er sie nicht richtig einschätzen kann und wohl auch, well sich deren Atmung oft wie Knurren anhört. Bei anderen Hunden merkt er sich genau, wer freundlich war oder ihm bisher unfreundlich begegnet ist und zeigt letzteren gegenüber deutliches Imponierverhalten. Hündinnen hingegen dürfen sich so gut wie alles erlauben und ihn, ohne dass er Anzeichen von Gegenwehr zeigt, maßregeln und auch sehr deutlich zurückweisen.
Hier hat Akela eine richtige Freundin (Hündin Frida), die ihn gelegentlich besucht. Meist ist das bei uns Zuhause auf dem Hof und da spielen sie dann sehr ausdauernd und wild, aber stets fair und friedlich. Daher kann gerne oder sollte sogar eine schon vorhandene, souveräne Hündin ähnlicher Rasse und Größe in der Familie leben. Rüden sollten aber keine dort leben, um Konflikte zu vermeiden.
Akela ist jagdlich stark motiviert und prinzipiell reizt ihn alles was sich bewegt, um hinterher zu jagen. Bei Krähen, Tauben und Hühnern nahm er jedoch schnell das Signal: “Nein! Die jagen wir jetzt nicht!“ an und ignoriert sie inzwischen in 95% der Begegnungen, egal wie dicht sie am Weg sitzen. Hasen, Rehe, Füchse, Waschbären, Katzen und Mäuse (alles auf bzw. in direkter Nähe von unserem Hof lebend) lassen ihn dagegen völlig ausflippen. Bisher konnte er hier auf dem Hof einen jungen Specht, zweimal einen jungen Waschbären und einige Mäuse fangen. Weder Specht noch Waschbär haben dabei ernsthafte Verletzungen davon getragen, sondern wurden eher als Spielobjekt behandelt, bis ich sie befreien konnte. Ebenso agiert Akela mit Mäusen, bis auf die paar, die seine Fangtechnik (drauftapsen) zu seiner Enttäuschung leider nicht überlebten. Aus diesem Grund sollten besser keine Katzen und / oder andere (Klein-)Tiere in der Familie leben.
Er kann nicht bzw. nur bedingt alleine bleiben, ohne dass eine ihm vertraute Person da ist. Dies äußert sich bei ihm durch anhaltendes Heulen, selbst wenn ich nur 50 Meter vom Grundstück entfernt bin. Ist er im Garten, dann buddelt er Löcher und springt auch am Zaun hoch. Bisher genügen die rund zwei Meter Höhe des Zauns (gerade) noch, um ihn davon abzuhalten drüber zu springen / klettern, um mir zu folgen.
Das Mitfahren im Auto war problematisch, da es Akela dabei schlecht wurde. Inzwischen ist es aber gelungen, ihn einigermaßen entspannt ans Autofahren heranzuführen. Er steigt inzwischen recht bereitwillig ein und lässt sich anschnallen. Dabei beschränkt sich die Mobilität auf Touren in die weitere Natur - Siedlungen oder Stadtgebiete mag er gar nicht.
Akela kennt die Basics. Er kann mittlerweile meist an lockerer Leine laufen, unabhängig davon, ob er Fuß, an kurzer oder längerer Leine läuft. Er versteht und befolgt Wortsignale wie "komm ran", "hierher", "weg da","runter", "Sitz", "Platz", "gib Pfötchen", "mach Männchen" etc... Dazu auch Signale wie „Kopf durch“ - für Geschirr anlegen. "Nein", „Stopp“ und "Schluss" – klappt sofort, wenn kein starker anderer Reiz ihn triggert. „Warte“ - klappt spontan und gut. „Bleib“ – je nach anderen Reizen. „Da lang“ = links abbiegen und „hier lang“ = rechts herum - klappt zuverlässig, wie auch Handzeichen oder Kopfnicken in die entsprechende Richtung und Abends „leg dich hin“, "Fall um" und „geh auf deinen Platz“ zum Schlafen gehen. Bei Touren durch Wald und Gebüsch ist er sehr kooperativ, um Wege zu wählen, die auch sein Mensch schafft.
Im Haus ist Akela trotz seiner großen Neugier sehr respektvoll, wenn er seine Nase z.B. in eine Einkaufstüte steckt, genügt ein kurzes „Meins“ und er zieht sich zurück. Er hat hier im Haus noch nie Schaden angerichtet und zu Anfang auch schnell verstanden, dass Bett, Couch und Tische für ihn tabu sind. Allerdings klaut er manchmal Gegenstände von Besuchern (ohne sie kaputt zu machen), wenn er die Aufmerksamkeit auf sich ziehen will.
Akela ist - trotz der beschriebenen Defizite meiner Möglichkeiten - gewohnt, hier sehr viel Liebe zu bekommen und mag dies sehr. Morgens zur Begrüßung setzt er sich und legt für ein paar Sekunden seine Pfoten auf meine Arme und seinen Kopf an meinen Kopf oder meine Brust. Er darf Rudelmitglieder auf Aufforderung, zu Begrüßung oder Abschied, auch aufrecht "umarmen", wie er es bei den Menschen abgeschaut hat. Er unterscheidet jedoch, wer es zulässt und wer nicht. Abends gibt es ausgiebiges Kraulen und wenn er sich schlafen gelegt hat, nochmal ein Kopfkuscheln mit Stirnkuss.
Nachdem Akela in den ersten sechs Lebensmonaten keine gute Nahrung erhielt, haben wir ihn die ersten Jahre hier auf Barf umgestellt. Leider ließ die Qualität der Lieferanten in der Zeit extrem nach und Akela bekam öfter Verdauungsprobleme. Letztlich wollte er es nicht mehr fressen. Inzwischen bekommt er Nass- und Trockenfutter von Platinum, was er gut verträgt. Auch z.B. frische Rinderbeinscheiben liebt er als Ergänzung, aber die gibt es aus Kostengründen nicht regelmäßig. Mit Mitgliedern seiner sozialen Gemeinschaft und seiner Freundin Frida teilt er Futter ohne Aggression. Natürlich freut er sich ebenso, wenn er gelegentlich eine Kleinigkeit unseres Futters kosten darf, bettelt aber nicht nervig.
Selbstverständlich bringt Akela auch seinen nationalen Impfpass (gelb) mit in sein neues Zuhause.
Bei Interesse und für mehr Infos bitte direkt mit dem Besitzer, Lennart Preu, per [email protected] und/oder
+49 1577-5342480, tagsüber ‐ außer im Zeitfenster zwischen 12:00 und 14:00 Uhr - erreichbar, in Verbindung setzen.
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